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Leitideen der Umweltbildung

Lehrerfortbildung zu Nutzpflanzen im Botanischen Garten

Erhalt der biologischen Vielfalt

Das Aufzeigen der Bedeutung der genetischen Vielfalt, der Vielfalt der Arten und der Vielfalt der Lebensräume gehört zu den Leitzielen des Botanischen Gartens Erlangen und umfasst den Bildungsauftrag der Bewusstseinsbildung für die Bedeutung der Pflanzen als Lebensgrundlage für den Menschen. Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist aus diesem Grund eng verknüpft mit einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Genetische Vielfalt am Beispiel spezieller Pflanzensammlungen mit hoher Sortenvielfalt: Getreide, Fuchsien, Pelargonien
Umsetzung: Bedeutung der genetischen Vielfalt für den Menschen am Beispiel der jährlichen Apfelsortenausstellung, optimierte Anpassungsfähigkeit an veränderte Umweltfaktoren durch genetische Vielfalt am Beispiel der Ausstellung `Die Letzten ihrer Art´ 2015, öffentliche & individuelle Führungen

Vielfalt der Arten am Beispiel von Pflanzensammlungen mit artenreichen Gattungen und deren Entwicklung vor dem Hintergrund einer adaptiven Radiation: Kanarengewächshaus, Artenvielfalt durch Anpassungen an verschiedene Bestäuber in der ökologisch-morphologischen Anlage, hoher Artenreichtum spezifischer Pflanzenfamilien aufgrund von hoher genetischer Plastizität am Beispiel der Orchideensammlung
Umsetzung: Artenvielfalt im Regenwald als Bestandteil des Lernzirkels zum Tropischen Regenwald, Umweltpädagogisches Angebot `Nektar, Duft & Farbe´ zur Artenvielfalt durch Anpassungen an verschiedene Bestäuber, Schmetterlingsprojekt, Ausstellungen zur Artenvielfalt (`Nektar, Duft und Farbe: Marketing im Pflanzenreich´ 2014, `Die Letzten ihrer Art´ 2015, `Nuss- und Mandelkern´ 2016), öffentliche & individuelle Führungen

Vielfalt verschiedener Lebensräume und Ökosysteme am Beispiel von Pflanzensammlungen zur heimischen Teichvegetation, Sandtrockenrasen, Moor, Subalpinum, Alpinum, Steppe, tropischer Regenwald, Bergregenwald, Mangrove
Umsetzung: Gezielte Gestaltung des Gartens nach unterschiedlichen Lebensräumen und Ökosystemen, jährliche Ausstellungen, die die unterschiedlichen Lebensräume vorstellen und die Anpassungen der Pflanzenarten an diese verdeutlichen (`Wasser für Alle´ 2013, `Die Letzten Ihrer Art´ 2015, `Expedition ins Unbekannte´ 2017), öffentliche & individuelle Führungen

Individuelle, emotionale Wertschätzung / Eigenwert der Natur

Der aktive Schutz der eigenen Lebensumwelt basiert auf der subjektiven individuellen Wahrnehmung unserer Besucher. Die emotionale, ästhetische und kulturelle Wertschätzung der Natur ist deshalb ein wichtiger Motivationsfaktor, um Besucher zu nachhaltigem und reflektiertem eigenen Handeln anzuregen. Aus diesem Grund bieten wir unseren Besuchern verschiedene Erfahrungsmöglichkeiten und möchten so den Blick für die faszinierende Vielfalt und die unterschiedlichen Zusammenhänge in der
Natur schärfen. Über erlebnispädagogische Ansätze und die Wahrnehmung mit allen Sinnen sind die Teilnehmer selber aktiv und können auf diese Weise ihre Wertschätzung der Natur vertiefen.

Emotionale Wertschätzung fördern: Naturerfahrungen, Lerngelegenheiten im Garten, Entschleunigung
Umsetzung: Gezielte Gartengestaltung: Sitzgelegenheiten, Schau-Bienenkasten, Totholz-Biotop, Feuchtbiotope mit Amphibien, gezieltes Schaffen von Geruchserlebnissen in der Sammlung der Duftpelargonien, Wintervogelfutterstelle des LBV, etc.

Ästhetische Wertschätzung fördern: Inszenierung eines idealisierten Naturbildes, Schaffen von Blüh-Höhepunkten
Umsetzung: Kursangebot zu Botanischer Illustration, Fotowettbewerb zur Titelseite des Palmenblattes, Schaffung einer Plattform zum Teilen von Fotos und Natureindrücken durch Angebote sozialer Medien.

Kulturelle Wertschätzung fördern: Kunstausstellungen, Skulpturen und Installationen greifen ästhetische Beziehungen zwischen sich verändernder Naturwirklichkeit und künstlich generierter Natur auf und eröffnen neue Blickwinkel auf die Pflanzen und den Garten und machen sie so neu erlebbar.
Umsetzung: Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst im Garten (garten_projekt 2012, Ausstellung von Skulpturen des Bildhauers Prof. Christian Rösner 2014, Sehnsuchtsort 2016, Ausstellung studentischer Skulpturarbeiten zu dem Thema `Die Natur als Mutter unserer Ästhetik´ 2019 und 2020, Teilnahme am Figurentheater Festival der Stadt Erlangen, Teilnahme am Internationalen Comic Salon der Stadt Erlangen, Teilnahme am Poetenfest der Stadt Erlangen)

Bildung für Nachhaltige Entwicklung

In unseren Bildungsangeboten setzen wir uns gezielt ganzheitlich mit den ökologischen, sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Aspekten (bzw. Dimensionen) der Beziehung des Menschen zu seinen Lebensgrundlagen auseinander. Wir richten uns hierbei nach dem Ansatz der Bildung für Nachhaltige Entwicklung und nach dem Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung. Mit einer visionsorientierten Didaktik und einer positiven Einstellung zu einer Hoffnung auf die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft möchten wir Glück im Kontext einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung erlebbar machen.

Umsetzung: Kooperation mit dem Dritte Welt Laden Erlangen (alle Dimensionen) , Umweltpädagogisches Angebot `Nachhaltige Expedition um die Welt´ (alle Dimensionen), Lernzirkel zum Tropischen Regenwald (ökologische & wirtschaftliche Dimensionen), jährliches Ferienprogramm (wechselnde Dimensionen), Ausstellungen zu verschiedenen Themen einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (`Ein Lied für den Bambus´ 2012 (wirtschaftliche, soziale & ökologische Dimension), Wasser für Alle´ 2013 (alle Dimensionen), `Süße Versuchungen: Von Kakao und Schokolade´ 2013 (alle Dimensionen), Nachwachsende Rohstoffe `NaWaRo´ 2016 (alle Dimensionen), jährliche Apfelausstellung (ökologische & wirtschaftliche Dimension auf regionaler Ebene), Lehrerfortbildung `Nutzpflanzen im Botanischen Garten´ 2017 (alle Dimensionen), öffentliche & individuelle Führungen

Wissenserwerb, Begriffsbildung

Die Auseinandersetzung mit Natur und Umwelt setzt einen konstruktiven Umgang mit Informationen bei oft unsicherem und kontroversem Umweltwissen voraus. Dazu gehört die Erschließung von Fachwissen und die Auswertung gegensätzlicher Aussagen. Durch unsere Arbeit möchten wir unseren Besuchern ermöglichen, sich ein tieferes Verständnis komplexer Ursachen, Beziehungen, Abhängigkeiten und Hintergründe zu erarbeiten.

Umsetzung: Fortbildung durch Experten unterschiedlichster Fachrichtungen in Vorträgen und öffentlichen Führungen (Nachwachsende Rohstoffe (Dritte Welt Laden Erlangen), Pharmazie (Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie der FAU), Obstbau (Obstversuchsanlage in Hiltpoltstein), Gemüsebau (Ökologischer Gemüsebauversuchsbetrieb Bamberg der Bayer. Landesanstalt für Wein- & Gartenbau), Artenschutz (Naturschutzbehörde der Regierung von Mittelfranken), Insekten (Lehrstuhl für Entwicklungsbiologie, Fachberatung für Bienen der Bayer. Landesanstalt für Wein- & Gartenbau), Fledermäuse und Vögel (LBV), Bionik (Excellence Cluster for Advanced Materials der FAU), Aromen (Lehrstuhl für Aroma- und Geruchsforschung der FAU), Umweltpädagogische Angebote für Schulklasssen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, jährliche wechselnde Ausstellungen, wechselnde Beschilderung im Garten zur Schaffung abwechslungsreicher Lerngelegenheiten.

Sozio-Ökologische Umweltbildung

Um gute Voraussetzungen eigener Handlungsmöglichkeiten aufzeigen zu können, ist unser Angebot am Umfeld der Betroffenen ausgerichtet und arbeitet mit Anknüpfungspunkten aus Alltagssituationen. Auf diese Weise können die Ursachen und Folgen unseres Handelns auf Natur und Umwelt reflektiert werden. Wir greifen aktuelle ethische, soziale und gesellschaftliche Fragestellungen auf und gehen bei der Planung und Konzeption unseres Bildungsangebotes darauf ein.

Umsetzung: Informationen zu einem bewussten individuellen Konsum und zum Abbau von Konsumorientierung (Kooperation mit dem Dritte Welt Laden Erlangen, Kooperation mit der Obstbauversuchsanlage in Hiltpoltstein, Ausstellungen mit unterschiedlichen museumspädagogischen Partizipationsmöglichkeiten und konsumkritischen Beiträgen (`Wasser sichtbar machen´ 2013, `Süße Versuchungen: Von Kakao und Schokolade´ 2013, Nachwachsende Rohstoffe `NaWaRo´ 2016), Anregungen zu einer umweltbewussten Gestaltung öffentlicher Freiräume und privater Gärten (Ausstellung zur Artenvielfalt durch Bestäuber `Nektar, Duft und Farbe: Marketing im Pflanzenreich´ 2014), Umweltpädagogische Angebote für Schulklasssen (`Nachhaltige Expedition um die Welt´, `Lernzirkel zum Tropischen Regenwald´, jährliches Ferienprogramm), öffentliche & individuelle Führungen

Situationsorientierte Didaktik

Im Dialog mit unseren Besuchern nehmen wir deren Interessen und Bedürfnisse wahr und gehen auf diese ein. Wo es möglich ist, sollen in diesem Zusammenhang Lernerfahrungen erlebbar gemacht werden. Besucher, die Interesse an bestimmten Themen zeigen, sind motiviert und aufnahmebereit.

Umsetzung: Anpassung der Garten-Beschilderung an jahreszeitlich auftauchende Fragen unserer Besucher, Reaktion & Aufnahme von Feedback aus Evaluierungsbögen, Rücksichtnahme auf und Nachfrage nach individuellen Interessen & Wünschen unserer Teilnehmer zu Beginn von Führungen

Kooperationen und Öffnung nach Außen

Um möglichst viele verschiedene Aspekte einer Umweltbildung und einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung fachkundig vermitteln und umsetzen zu können, arbeiten wir gezielt an Kooperationen und beteiligen uns an regionalen Netzwerken. Wir arbeiten mit einem kompetenten Team von Umweltpädagogen, die individuelle Wünsche der Teilnehmer berücksichtigen und über ein breites Fachwissen in unterschiedlichen Fachbereichen verfügen. Mit Hilfe von regionalen Kooperationspartnern wie beispielsweise dem Dritte Welt Laden in Erlangen, der Obstbauversuchsanlage in Hiltpoltstein, der Stadt Erlangen, dem ökologischen Gemüsebauversuchsbetrieb Bamberg, dem Bund Naturschutz oder dem LBV bauen wir unser Bildungsangebot weiter aus und ermöglichen unseren Besuchern Einblicke in vielfältige Themenbereiche. Über das regionale Netzwerk `Bildung für Umwelt und Nachhaltigkeit´ sind wir im Raum Erlangen gut eingebunden. Das im Rahmen des Weltaktionsprogramms Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnete Netzwerk der AG Bildung im Verband Botanischer Gärten ist für uns von großer Bedeutung und vernetzt den Botanischen Garten auch überregional mit wichtigen Akteuren der Umweltbildung. Als Träger des Qualitätssiegels Umweltbildung.Bayern ist der Botanische Garten ausgezeichneter Akteur einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Tropische Gewächshäuser

In der Gewächshaus-Anlage beeindruckt die pflanzliche Vielfalt der tropischen Regenwälder. Im größten, zentralen Areal sind Pflanzen der Tieflandregenwälder zusammengefasst und vermitteln den Besuchern die faszinierende Atmosphäre dieses Vegetationstyps. Im Norden schließt sich das Gewächshaus der Berg-Regenwälder an und zeigt Farne (auch Baumfarne) und Cycadeen, die klimatisch kühlere und feuchte Wachstumsbedingungen benötigen. Im Süden sind drei kleinere Gewächshäuser mit den thematischen Schwerpunkten Mangroven, Nutzpflanzen und Epiphyten angegliedert.

Ausstellungen

Im Botanischen Garten in Erlangen finden jedes Jahr Ausstellungen im Freiland, der Winterhalle oder im Eingang zu den Gewächshäusern statt. Als informelle Lernangebote stehen sie interessierten Besuchern offen und ermöglichen ihnen ihr Wissen über Pflanzen, deren nachhaltige Nutzung und Verwendung und über Themen der biologischen Vielfalt und den komplexen ökologischen Zusammenhängen zu vertiefen.

Freiland

Das Freiland des Botanischen Gartens zählt mit einer Fläche von rund 2 ha zu den kleinsten Außenanlagen botanischer Gärten in Deutschland. Trotzdem zeichnet er sich durch eine überraschende Vielfalt an Pflanzenarten, Lebensräumen und gartenarchitektonischen Besonderheiten aus. Auf engem Raum werden naturnah gestaltete Vegetationstypen nachgebildet, die harmonisch ineinander greifen und durch ihre raffinierte, kleinräumige Gestaltung den Garten für jeden Besucher individuell erlebbar machen. Bestimmend für das Erscheinungsbild im Freiland ist der reiche alte Baumbestand. Neben heimischen Eichen, Linden oder Buchen gedeihen Mammutbäume, Ginkgos und viele weitere Exoten. Zwei große Maulbeerbäume zeugen von Versuchen mit der Seidenraupenzucht im 19. Jahrhundert.

Führung mit Jakob Stiglmayr durch die Kalthaus-Pflanzgruppen vor den Gewächshäusern des Botanischen Gartens Erlangen

Im Sommer sind nicht winterharte subtropische Gehölze als geografisch geordnete „Kalthausgruppen“ im Areal vor den Gewächshäusern aufgebaut. Im Ostteil des Gartens werden in der Systemanlage die Verwandtschaftsverhältnisse der bedecktsamigen Blütenpflanzen gezeigt. Daneben wird in einem kleinen Gewürzgarten die kulinarische Seite der Botanik vorgestellt. Nach Inhaltsstoffen oder Ähnlichkeit der Wirkungen sind im Arzneipflanzengarten wichtige Heilpflanzen in sechseckigen Beeten gruppiert. Eine ökologisch-morphologische Abteilung veranschaulicht Aspekte der Blütenökologie, der Samenverbreitung und besondere Standortanpassungen. Das Alpinum beherbergt Pflanzen, deren Heimat sich in den Gebirgen oberhalb der Waldgrenze findet. Benachbart dazu erstrecken sich ein Feuchtgebiet, ein Moor, Bereiche mit Sandvegetation und eine kleine Steppe.

Gewächshäuser

Die Gewächshäuser des Botanischen Gartens in Erlangen beherbergen eine große Vielfalt von Pflanzen der tropischen und subtropischen Gebiete. Auf einer Fläche von 1000m² finden sich Pflanzen unterschiedlicher Vegetationstypen und ermöglichen den Besuchern eine kleine Reise um die Welt. Durch eine geschickte Raumgliederung und eine  naturnahe Gestaltung wird die Wahrnehmung von wichtigen Naturraumtypen und Biotopen nachgebildet. Auf engstem Raum entstehen für die Gäste auf diese Weise vielfältige Eindrücke, die die beeindruckende biologische Vielfalt verdeutlichen.

Termine

Diesen Monat

Weitere Termine

Auf eigene Faust

Bei der Planung Ihres Besuches lassen sich leicht verschiedene Angebote kombinieren. So können Schulklassen ein pädagogisches Angebot / Führung buchen und im Anschluß mit der Forscherrallye oder dem Lernzirkel den Botanischen Garten selbst erkunden.

Garten-Rallye `Antonia Botanika´

Antonia Botanika

Die Garten-Rallye `Antonia Botanika´ entstand im Rahmen des 18. Internationalen Comicsalons Erlangen. Durch die ansprechende altersgerechte Gestaltung und die interaktiv aufgebauten Seitenlayouts werden Kinder auf besondere Aspekte des Gartens aufmerksam gemacht und können diese im Anschluss selbständig weiter entdecken und erleben. Auf diese Weise dient die Garten-Rallye als wichtiger Impulsgeber und bietet Kindern einen Anreiz, genauer hinzusehen und die vielen Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt gezielter unter die Lupe zu nehmen.

Antonia-Botanika

HSU: Jgst. 2: Lebensraum Hecke & Wiese: Bestimmung von Tieren und Pflanzen im heimatlichen Umfeld
HSU: Jgst. 3/4: Sammeln, Vergleichen und Ordnen von Tieren und Pflanzen im heimatlichen Umfeld
NuT: Jgst. 5: Samenpflanzen als Lebewesen, Vergleichen von Wind- & Tierbestäubung, Ökosystem Grünland

Mit Actionbound auf botanischer Entdeckungstour

Mit der App Actionbound und einem Smartphone kann man auf eine digitale Schnitzeljagd durch den Garten starten und verschiedenen Aufgaben lösen. Um die notwendigen Daten herunterzuladen steht am Eingang zu den Gewächshäusern das kostenfreie Bayern WLAN zur Verfügung.

Bound Boganil

Das Botanische-Garten-Nilpferd Boganil und Nila führen Familien und Kinder von 6-12 Jahren durch den Botanischen Garten. Stationen befinden sich am Totholzgarten, an den Sandflächen, neben dem Moor und bei den Fleischfressenden Pflanzen.

Bound „Boganil“

Von Baum zu Baum im Botanischen Garten

Diese digitale Schnitzeljagd hat das Leben der Bäume zum Schwerpunkt. Wie funktioniert die Wasser-Aufnahme, welche besonderen Eigenschaften hat ein Baum und welche Bäume gibt es im Botanischen Garten zu entdecken? Für Familien und Kinder von 10-13 Jahren.

Bound „Von Baum zu Baum im BG“

Aromagarten-Duftforscher

Mit digitaler Führung können Familien und Kinder von 6-12 die unterschiedlichen Duftpflanzen im Aromagarten entdecken. Lernt welche Pflanze nach Cola riecht und welches Aroma den Absinth auszeichnet. Interessant ist auch bei welcher Pflanze die Rinde beim Reiben einen individuellen Duft freigibt.

Bound „Aromagarten-Duftforscher“

Zielgruppe: Familien und Schüler im Alter von 8-14 Jahren.
HSU: Jgst. 3/4: Sammeln, Vergleichen und Ordnen von Tieren und Pflanzen im heimatlichen Umfeld
NuT: Jgst. 5: Samenpflanzen als Lebewesen, Vergleichen von Wind- & Tierbestäubung, Ökosystem Grünland

Erfassung der Flora und Fauna mit iNaturalist

Jede Beobachtung kann zur Erforschung der Biodiversität beitragen, vom seltenen Schmetterling bis zum gewöhnlichen Eichhörnchen. Über die Plattform iNaturalist können Besucher ihre Beobachtungen in den Gärten der FAU hochladen und von beteiligten Artenkennern Hilfe bei der Bestimmung erhalten.

Zielgruppe: Erwachsene und Schüler ab 12 Jahren.
NuT: Jgst. 5: Samenpflanzen als Lebewesen, Vergleichen von Wind- & Tierbestäubung, Ökosystem Grünland
Biologie: NeT Jgst. 12: Anthropogene Einflüsse auf Ökosysteme und der Wert der Natur

Lernzirkel zum Tropischen Regenwald

Der Lernzirkel zum Tropischen Regenwald ist ein kostenfreies Angebot für Schulklassen der 8.-10. Klasse. Die Schüler werden hierfür in Gruppen aufgeteilt und bearbeiten selbständig Arbeitsblätter an 5 verschiedenen Stationen im Tropengewächshaus.

Anmeldung erforderlich unter bg-fuehrungen@fau.de

Die Unterlagen müssen unter www.botanischer-garten.uni-erlangen.de/pdf/lernzirkel.pdf heruntergeladen werden.

Geographie: Jgst. 10: Klima- und Vegetationszonen, Klimaschutz, Geopolitik, Entwicklungsperspektiven in trop. Räumen
Biologie: NuT Jgst. 12: Anthropogene Einflüsse auf Ökosysteme und der Wert der Natur
Ethik: Jgst. 7: Bildung für nachhaltige Entwicklung
Deutsch: Jgst. 8: Kulturen und Lebensverhältnisse, Schutz und Nutzung natürlicher Ressourcen

Schaubienenkasten

Im Schaubienenkasten nahe dem Moor können Besucher das faszinierende Leben eines Bienenvolkes entdecken. Wer Geduld hat, der findet vielleicht die Königin – sie ist in der Regel markiert.

 

Aromagarten

Der Aromagarten liegt im Landschaftsschutzgebiet des Schwabachgrundes östlich der Erlanger Innenstadt, nur 15 Gehminuten vom Botanischen Garten entfernt. Seit seiner Entstehung 1981 hat sich sein Erscheinungsbild immer wieder verändert. In den letzten Jahre konnten so sorgfältig ausgewählte Duftpflanzen ergänzt, neue Pflegekonzepte entwickelt und das Angebot der Führungen weiter ausgebaut werden.

Der Aromagarten wird vom Team des Botanischen Gartens betreut und gepflegt. Alle Pflanzen müssen mit den oft extremen, meist sehr trockenen Bedingungen im Garten auskommen. Auf chemischen Pflanzenschutz und eine dauerhafte Bewässerung wird verzichtet. Der Aromagarten bietet eine große Auswahl heimischer und exotischer Duft- und Aromapflanzen auf rund 9.000 m². Die ätherischen Wirkstoffe der einzelnen Pflanzen können am besten wahrgenommen werden, indem man vorsichtig durch die Pflanze streicht und an den Blättern reibt.

 

 

Botanischer Garten

Der Botanische Garten zeigt Pflanzenarten aus den verschiedensten Klima- und Vegetationszonen: Von den Wüsten bis zum Tropischen Regenwald und von den Berggipfeln bis zum Meer sind unterschiedlichste Lebensräume mit ihren Pflanzen vertreten. Neben den Exoten ferner Länder spielen auch die heimischen Landschaftstypen wie Sandmagerrasen oder der Franken-Jura eine besondere Rolle. In der Medizinstadt Erlangen kommt dem Arzneipflanzengarten eine besondere Bedeutung zu. Biologische und ökologische Pflanzungen sowie die System-Anlage runden das Bild ab.

In den Gewächshäusern können Besucher die Pflanzen der tropischen Regenwälder entdecken. Sukkulente Gewächse der Wüsten und Halbwüsten, tropische Nutzpflanzen, eine Mangrove, Epiphyten, und Pflanzen der Gebirgsregenwälder sind in den angrenzenden Gewächshäusern untergebracht. Das Canarenhaus zeigt die Pflanzen der mediterranen Regionen und der Makaronesischen Inseln.

 

„Der Botanische Garten Erlangen ist zwar einer der kleinsten Gärten Deutschlands. Er ist aber gärtnerisch bis in die feinsten Details gelungen angelegt und bietet viele Anregungen, besonders auch für den Naturschutz, durch die gute Darstellung bedrohter Lebensräume.“

Aus: Schmidt, Loki: Die Botanischen Gärten in Deutschland. Hoffmann und Campe, Hamburg, 1997

Geschichte

Die Geschichte des Erlanger Botanischen Gartens reicht im weitesten Sinne zurück bis ins Jahr 1626, als in Altdorf ein medizinisch-akademischer Garten für die neu gegründete Universität der Stadt Nürnberg eingerichtet wurde. Dieser „Hortus Medicus“ in Altdorf war der siebte derartige Universitätsgarten Deutschlands. Nach seiner Auflösung kamen einige Pflanzen von dort nach Erlangen.

Bereits wenige Jahre nach der Errichtung der heutigen Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen (1743) war hier 1747 vor dem heute nicht mehr vorhandenen Nürnberger Tor in der südlichen Altstadt, ein Botanischer Garten angelegt worden, er bestand nach wechselvollen Zeiten bis 1825.

Der jetzige Garten an der Nordseite des Schlossgartens umfasst eine Grundfläche von ca. 2 ha, wovon ca. ein Zehntel von Gewächshäusern eingenommen wird. Er ist in 3 wesentlichen Gestaltungsphasen entstanden: Zunächst waren regelmäßige geometrische Beete für Nutzpflanzen, Ein- und Mehrjährige bestimmend, später wurden große Teile pflanzensystematisch geordnet und durch verschlungene Wege gegliedert. Inzwischen liegt ein Schwerpunkt auf Gartenbereichen mit heimischen Pflanzengesellschaften, gleichzeitig wurden Flächen für Nutzpflanzen, Pflanzengeographie, Systematik und Biologische Anlagen beibehalten.

1892 wurde das Botanische Institutsgebäude in der Mitte des Gartens gebaut, das nach mehreren An- und Umbauten seit 1993 vom Virologischen Institut genutzt wird. Die Gewächshäuser wurden 1964 erbaut.

Genaueres zur Geschichte des Gartens und den Personen finden Sie in der Chronik- „Der Botanische Garten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 175 Jahre im Schlossgarten – Geschichte, Chronik, Personen“:

https://botanischer-garten.cms.rrze.uni-erlangen.de/files/2021/08/2004-chronik.pdf

Das ganze Jahr ein Erlebnis

Der Botanische Garten ist ein Ort der Entspannung in der Stadt und bietet ein Erlebnis für die ganze Familie. Für den Pflanzenkenner und -freund ist der Garten zudem ein Ort der Anregung und Erfahrung. Stets aufs Neue bieten sich hier Einblicke in eine bezaubernde Formen- und Artenvielfalt von Pflanzen aus aller Welt.

Für Interessierte und Wissensdurstige werden von März bis November im Freiland und in den Gewächshäusern regelmäßig Führungen angeboten. Darüberhinaus erläutern Ausstellungen und Beschilderung dem Besucher die verschiedenen Pflanzen- und Vegetationstypen.

Von der arktischen Tundra bis zum tropischen Sumpf

Der Botanische Garten hat ein sehr breites Sortiment von Pflanzenarten der verschiedensten Klimate und Vegetationsgebiete aufzuweisen, das von der arktischen Tundra bis zum tropischen Sumpf reicht: beispielsweise Hochgebirgspflanzen mediterraner Gebirge (Alpinenhaus), Pflanzen tropischer Regenwälder oder Pflanzen der makaronesischen Inseln (z. B. Canaren). Zudem gibt es Gewächshäuser für sukkulente Gewächse der Wüsten und Halbwüsten, für tropische Nutzpflanzen und Gebirgsregenwälder.

Im Freiland sind besonders hervorzuheben der Gewürzgarten mit zum Teil sehr alten Kulturpflanzen, eine biologisch-ökologische Anlage, wo dem Besucher die Beziehungen zwischen der Gestalt der Pflanze und ihrer Umwelt nähergebracht werden, oder das Pflanzensystem, wo ausgewählte Pflanzenarten nach verwandtschaftlichen Beziehungen geordnet sind. Dazu kommen Anlagen, die heimische Vegetationstypen zeigen, wie Sandmagerrasen, Laubwälder, Sumpfpflanzen, die Steppe und das Alpinum.

Ein Pflanzensortiment für vielfältige Zwecke und Aufgaben

Ein breitgestreutes Pflanzensortiment der verschiedenen Klimate und Vegetationsgebiete ermöglicht die Versorgung der Universitätsinstitute mit Pflanzenmaterial für Experimente und Demonstrationen. Außerdem werden Pflanzen an Schulen abgegeben, gelegentlich auch an Sammler. Ebenso gehört es zu den Hauptaufgaben eines Universitätsgartens, systematische und vegetationskundliche Zusammenhänge aufzuzeigen.

Durch die Verarmung der Natur bekamen die Botanischen Gärten eine ergänzende Funktion, nämlich die Erhaltung (Weiterkultur) vom Aussterben bedrohter Pflanzenarten unserer Heimat. So sind hier auch Arten zu finden, die in der Natur leider nur noch selten zu sehen sind.

Umweltbildung im Schulbesuch

Während der schwierigen Pandemie-Situation möchte der Botanische Garten der FAU Schulen in der regionalen Umgebung mit besonderen Bildungsangeboten unterstützen. Das für Grundschulklassen konzipierte Angebot `Nektar, Duft und Farbe´ vermittelt spielerisch die Grundlagen der Bestäubung. Aufgrund unserer positiven Erfahrungen mit diesem Programm möchten wir gerne die immer wieder aufkommende Frage `Was können wir tun?´ aufgreifen und als zentralen Ausgangspunkt für Unterrichtseinheiten und eine Biodiversitätsberatung an den Erlanger Schulen nutzen. Dies soll das bestehende Bildungsangebot ergänzen und den Schulklassen zeigen, was sie im Umfeld ihrer Schule selber für die Gestaltung einer insektenfreundlicheren Umwelt tun können.

Auf Tuchfühlung mit dem Distelfalter (Vanessa cardui) bei dem Schmetterlingsprojekt von Stefan Mümmler

Warum Distelfalter Disteln lieben

Im Rahmen eines Schmetterlingsprojektes für Grundschulen möchte der Botanische Garten Schüler dazu einladen, das enge Zusammenwirken von Wildpflanzen und Insekten besser kennenzulernen. Die Schulklassen betreuen über einen Zeitraum von ca. 3 – 5 Wochen die Raupen des Distelfalters in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien. Durch die Beobachtung und die Pflege der Raupen gewinnen die Schüler ein tieferes Verständnis und eine eigene Wertschätzung für unsere Umwelt.

Zielgruppe Grundschule: Kinder im Alter zwischen 6 – 9 Jahren
Nach einer Einweisung in das Projekt im Botanischen Garten erhalten die Klassen einige Raupen des Distelfalters. Sie pflegen die ausgehändigten Raupen bis zur Verpuppung in ihren Klassenzimmern. Nachdem die Falter geschlüpft sind, werden sie in der Umgebung der Schule frei gelassen. Zuchtbeginn: Nach den Oster- bzw. Pfingsferien, Rückgabe der Netzkäfige vor den nächsten Schulferien
Zielgruppe: HSU Jgst 1 – 4, NuT Jgst 5: Samenpflanzen als Lebewesen, Ökosystem Grünland
Kosten: 50 €

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Wildbienen, unsere verkannten Helfer

In vielen Schulen gibt es bereits ein Insektenhotel. Lehrerinnen und Lehrer wünschen sich eine päda­gogische Nutzung und Einbindungsmöglichkeiten in den Unterricht. Das komplexe Thema der Blüten- und Bestäuberökologie bietet Schülerinnen und Schülern eine Einführung in die Welt der Insekten, speziell der Wildbienen. Falls ein Schulgarten vorhanden ist, können auch hier Impulse für den Artenschutz gesetzt werden.

Zielgruppe: Grundschule (1. bis 4. Klasse) und der Sekundarstufe 1 (5. bis 6. Klasse)
Zeitraum: Eine Doppelstunde Kosten: 50 €

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Biodiversitätsberatung für Schulen

Hier zeigen kompetente Umweltpädagogen, welche einfachen und leicht umsetzbaren Möglichkeiten sich für einen Insektenschutz und mehr Artenvielfalt im Umfeld der jeweiligen Schule anbieten. Durch Schulprojekte können viele dieser einfachen Gestaltungsideen leicht umgesetzt werden. Diese Biodiversitätsberatung für die nähere Schulumgebung kann eine wichtige Grundlage für eine weitere erfolgreiche Einbindung einer Umweltbildung direkt an den Schulen bieten.

Zielgruppe: Lehrer an den Schulen
Zeitraum: Eine Doppelstunde Kosten: 50 €

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