Geschichte

40 Jahre Aromagarten

Als am 24. Juli 1981 der Aromagarten eröffnet wurde, galt er als der weltweit erste und einzige seiner Art. Heute nach 40 Jahren hat sich manches verändert, geblieben ist ein außergewöhnliches Experimentier- und Lernumfeld für Pflanzen mit aromatischen Inhaltsstoffen.

Seine Entstehung verdankt der Garten an der Palmsanlage dem außerordentlichen Engagement von Prof Dr. Karl Knobloch vom damaligen Institut für Botanik und Pharmazeutische Biologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Als Biologe und Pharmazeut lag ihm viel an den Inhaltsstoffen und deren Verwendung, aber
auch der kulturellen und wirtschaftlichen Nutzung von Pflanzen, die Aromen in sich tragen. So konnte er mit finanzieller Unterstützung von Unternehmen der Gewürz- und Pharmaindustrie, Gärtnereien sowie der Stadt Erlangen und der Universität 1979 damit beginnen, auf dem ebenen Biegelberger Acker das Gelände zu modellieren und einen Garten anzulegen. Das nahe gelegene frühere Bezirkskrankenhaus in Erlangen hatte diesen Bereich zuvor als Gemüsegarten, aber auch als Schuttplatz genutzt. Schon im Sommer 1980 mehrere tausend Aromapflanzen auf dem Gelände.

Führung durch den Aromagarten mit Jakob Stiglmayr

Der Feldanbau von Heilkräutern hat in Franken eine lange Tradition. Seit dem 19. Jh wurden hier Eibisch, Weinraute, Engelwurz, Baldrian, Alant, Mariendistel u. a. großflächig angebaut. Bis heute finden sich Anbauflächen von Pfefferminze und Melisse in der Umgebung von Vestenbergsgreuth.