Pflege

Extensive Gartenpflege

Der Aromagarten zeichnet sich heute durch robuste, trockenresistente und pflegeextensive Pflanzungen aus. Stresstolerante mediterrane Stauden wie Lavendel, Salbei und Diptam gedeihen bei entsprechenden Standortbedingungen langfristig besser als Minzen oder Zitronenmelisse. In den vergangenen sehr trockenen Jahren hat der Klimawandel diesen Effekt noch verstärkt. Die inzwischen eingewachsenen Pflanzungen werden praktisch nicht mehr bewässert und können sich so gegen die meist anspruchsvolleren Samenunkräuter besser behaupten. Durch konsequentes Jäten können sie zudem leichter ausgebremst werden, wenn die Niederschläge gering sind. Der überwiegend sehr sandige Boden und die ohnehin geringen Niederschläge (638 mm/a) im Regenschatten des Steigerwaldes haben über die Jahre einen harten Ausleseprozess vollzogen. Heute ist der Garten auch ein Experimentierfeld für den laufenden Klimawandel. Die zwar vorhandenen, aber nicht mehr automatisiert steuerbaren Kreisregner werden nur noch bei Neupflanzungen oder zur Bewässerung wertvoller Einzelpflanzen eingesetzt.

Gärtner-Team im Frühjahr im Aromagarten

Standen bei der Eröffnung des Aromagartens 1981noch zahlreiche Mittel und Arbeitskräfte für die Pflege zur Verfügung, so war in den folgenden Jahren die Bereitstellung der Personalmittel für die fortlaufende Pflege ein zunehmendes Problem. Das Engagement der Stadt wurde kontinuierlich der desolaten Haushaltslage angepasst. 1988 übernahm dann auch der Botanische Garten die alleinige Betreuung und Pflege des Gartens. Zuvor hatte die Stadt sich zumindest finanziell beteiligt. Die bereitgestellten Personalmittel für anfangs bis zu 3 Arbeiter und 3 Studenten, sowie weiteren ABM-Kräfte waren stets rückläufig. Das hatte aber natürlich