Naturschutz anders sehen

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Naturschutz anders sehen - Eindrücke und Begegnungen aus Nariño, Kolumbien; Vortrag von Maria Eckl

Eindrücke und Begegnungen aus Nariño im Süden Kolumbiens

Vortrag von Maria Eckl
Mittwoch, 04. Februar 2026, 19:00 Uhr
Kollegienhaus der FAU, Universitätsstraße 15, 1. OG, Hörsaal KH 0.016

In Nariño, einem der vielfältigsten Departamentos im Süden Kolumbiens an der Grenze zu Ecuador, wird das gängige Bild von Naturschutz, als Schutz unberührter Natur in streng abgegrenzten Nationalparks, täglich herausgefordert. Indigene Gemeinschaften, Campesinos und Mestiz*innen leben hier in engem Austausch mit ihrer Umwelt und verfolgen eigene Vorstellungen von Natur und Schutz.

Zahlreiche agroökologische Initiativen zeigen, dass Naturschutz auch anders gedacht werden kann, nämlich als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes, in dem Ernährungssouveränität, kulturelle Praktiken und gemeinschaftliches Lernen und Handeln eine zentrale Rolle spielen.

Der Vortrag stellt zum einen die Region mit einem Fokus auf Menschen, Kultur, Pflanzen und Landschaften vor. Zum anderen wird erläutert, wie der Ansatz des freiwilligen Naturschutzes, getragen von Umweltbildungs- und Agroökologievereinen, die seit fast 50 Jahren den Süden Kolumbiens prägen und darüber hinaus inspirieren.

Anhand konkreter Beispiele, darunter privat-kollektiv geführte Naturschutzgebiete (Reservas Naturales), die von Campesinos und Indigenen an der Laguna de La Cocha verwaltet werden, lädt der Freundeskreis Botanischer Garten Erlangen dazu ein, über den Tellerrand gängiger Naturschutz- und Konservierungsverständnisse hinauszublicken und sich inspirieren zu lassen.