Paradiesische Gärten vor der eigenen Haustüre

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Beeindruckende Blüte der Kniphofia ‚Red Hot Popsicle‘ (Foto: Klaus Kaiser)

Gärten mit pflanzlicher Vielfalt als Orte der Biodiversität

Vortrag von Klaus Kaiser, Mittwoch, 28. Januar 2026, 19:00 Uhr
Kollegienhaus der FAU, Universitätsstraße 15, EG Hörsaal KH 0.016

Immer häufiger stehen Gärten unter dem Diktat einer vermeintlichen Pflegeleichtigkeit – mit kurzgeschorenem Rasen, verschnittenen Immergrünen oder sogar Schotterflächen. Dabei zeigen naturnahe Gärten mit artenreicher Bepflanzung, dass sich Ästhetik, Biodiversität und geringe Pflegeanforderungen keineswegs ausschließen müssen. In seinem Vortrag für den Freundeskreis des Botanischen Gartens der Friedrich-Alexander-Universität lädt Klaus Kaiser dazu ein, Gartenräume neu zu denken – als lebendige, vielfältige und dennoch pflegeleichte Lebensräume, in denen heimische Pflanzen und standortgerechte Kombinationen nicht nur das Auge erfreuen, sondern auch Vögeln, Insekten und anderen Tierarten wertvollen Lebensraum bieten. Er zeigt anhand anschaulicher Beispiele, wie eine durchdachte Pflanzenauswahl Vielfalt statt Monotonie schafft – ganz ohne erhöhten Pflegeaufwand.

Ein zentrales Element dieser erfolgreichen Pflanzenauswahl ist die Berücksichtigung der sogenannten Lebensbereiche von Stauden. Denn ein gutes Gedeihen hängt maßgeblich davon ab, dass jede Pflanze am passenden Standort wächst. So „verbrennen“ viele Schattenstauden in voller Sonne, während Trockenheitsliebhaber in feuchten Böden schnell verkümmern. Wer eine neue Pflanzung plant, sollte deshalb zunächst die Standortverhältnisse – etwa Licht, Feuchtigkeit, Bodenart – genau analysieren.