City Nature Challenge 2027 in Nürnberg, Fürth und Erlangen

City Nature Challenge 2027 in Nürnberg, Fürth und Erlangen

Der Botanische Garten wird 2027 erneut als Local Organizer der CNC aktiv sein.

Der Beobachtungszeitraum 2027 wird vom 30. April bis zum 3. Mai laufen.

Eine Unterstützung der City Nature Challenge ist für alle interessierten und engagierten Organisationen und Institutionen in der Region einfach möglich: Entweder man entscheidet sich für eine einfache, niedrigschwellige Bewerbung der Aktion. Oder man bringt sich an dem betreffenden Wochenende durch die Organisation von einzelnen Mitmach-Aktionen im Stadtgebiet mit ein, indem man Pflanzen und Insekten fotografiert und dann über die Plattform iNaturalist hochlädt. Hierzu wird es kurz vor der CNC eine Online Einführung in die verwendete Plattform geben. Bis Ende Januar sollte eine Meldung zur Teilnahme erfolgen und bei Bedarf das Logo des Teilnehmenden für das Plakat per E-Mail an uns versendet werden (katrin.simon@fau.de).

City Nature Challenge 2026 in Nürnberg, Fürth und Erlangen

Erfolgreiche Premiere mit über 4.000 Beobachtungen im Städtedreieck

Beobachtungszeitraum vom 24. bis zum 27. April 2026
Auswertungszeit bis zum 10. Mai 2026, Bekanntgabe der Ergebnisse am 13. Mai 2026

Mit einer beeindruckenden Beteiligung ist die City Nature Challenge 2026 in Nürnberg, Fürth und Erlangen zu Ende gegangen. Erstmals nahm die Region an dem internationalen Citizen-Science-Projekt teil, bei dem Menschen weltweit die biologische Vielfalt ihrer Umgebung erfassen. Die Aktion fand vom 24. bis 27. April statt, die Bestimmung und Ergänzung der Beobachtungen lief bis zum 10. Mai.

Insgesamt haben 177 Beobachterinnen und Beobachter mehr als 4.000 Beobachtungen von über 1.000 Arten dokumentiert. Damit gehört die Region bundesweit zu den aktivsten Teilnehmenden und liegt aktuell auf Platz 5 in Deutschland – hinter Berlin, Kiel, Freiburg und Göttingen. Besonders bemerkenswert: Nur Berlin verzeichnete in Deutschland mehr aktive Beobachterinnen und Beobachter. 

Die Vielfalt der gemeldeten Arten zeigt eindrucksvoll das Potenzial urbaner Räume als Lebensraum für zahlreiche Organismen. Zu den besonderen Beobachtungen zählen unter anderem die Großblütige Wicke (Vicia grandiflora), die in der Region bislang selten erfasst wurde, die Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) an ungewöhnlichem Standort sowie der selten gewordene Trauermantel (Nymphalis antiopa). Auch Erstnachweise für Mittelfranken wie der Kreuzbindenpilzkäfer (Mycetina cruciata) und die Gehöckerte Krabbenspinne (Thomisus onustus) konnten dokumentiert werden.

Neben seltenen und bemerkenswerten Arten wurden auch zahlreiche häufige Kosmopoliten sowie invasive oder sich stark ausbreitende Arten erfasst, darunter der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), der Japanische Knöterich (Reynoutria japonica) oder die Nilgans (Alopochen aegyptiaca). Diese Beobachtungen tragen zu einem differenzierten Bild der aktuellen Biodiversität in der Region bei.

Ein besonderer Dank gilt dem breiten Netzwerk an unterstützenden Organisationen und Initiativen, die mit großem Engagement ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt und zur erfolgreichen Durchführung beigetragen haben. Dazu zählen unter anderem Bildungseinrichtungen, Umweltstationen, Naturschutzverbände sowie zahlreiche zivilgesellschaftliche Gruppen in Nürnberg, Fürth und Erlangen.

Ebenso hervorzuheben ist die begeisterte Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger, die mit Neugier, Fachwissen und Entdeckergeist zum Gelingen der Aktion beigetragen haben.

Ausgezeichnet wurden zudem besondere Einzelleistungen:
Der Nutzer „tjikko“ alias Families for Future Fürth hat während der CNC die meisten Beobachtungen hochgeladen. Die meisten beobachteten Arten dokumentierte „edith_d“. Dicht gefolgt von „ms-herzi“ von der Mittelschule Herzogenaurach.

Beeindruckende Ergebnisse

Die City Nature Challenge zeigt eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Datenerhebung und gesellschaftliches Engagement miteinander verbunden werden können. Die gesammelten Daten leisten einen wichtigen Beitrag für Forschung und Naturschutz und verdeutlichen zugleich, wie vielfältig die Natur direkt vor unserer Haustür ist.

177 Beobachter, 4331 Beobachtungen, 1034 Arten
https://www.inaturalist.org/projects/cnc-2026-nuernberg-fuerth-erlangen

Nürnberg, Fürth, Erlangen erreicht Platz 5 der sich in Deutschland beteiligenden Städte
https://www.inaturalist.org/projects/city-nature-challenge-2026-in-deutschland

Nürnberg, Fürth, Erlangen erreicht insgesamt Platz 145 von mehr als 720 Städten weltweit
https://www.inaturalist.org/projects/city-nature-challenge-2026

Vom 24. – 27. April beteiligen sich Menschen weltweit, um gemeinsam biologische Vielfalt zu entdecken und zu dokumentieren

Beobachtungszeitraum vom 24. bis zum 27. April 2026,
Hochladen der Beobachtungen bis zum 10. Mai 2026
Bekanntgabe der Ergebnisse am 13. Mai 2026

Die City Nature Challenge zählt zu den weltweit größten Citizen-Science-Projekten und lädt dazu ein, die Natur in der eigenen Umgebung bewusst zu entdecken und zu dokumentieren. Die Challenge startet am Freitag, den 24. April um 0:01 Uhr und läuft bis Montag, den 27. April um 23:59 Uhr. Von der Teilnahme an organisierten Biodiversitätsstudien bis hin zur Erfassung der Tierwelt im eigenen Viertel – die City Nature Challenge ermutigt alle Interessierten, ihre lokale Umwelt zu erkunden und gleichzeitig einen Beitrag zur Biodiversitätsforschung und zum Naturschutz zu leisten. Dabei wird die kostenlose App iNaturalist genutzt werden. Die Bestimmung der fotografierten Arten erfolgt vom 28. April bis zum 10. Mai über die Online-Community. Die Ergebnisse werden am 13. Mai bekannt gegeben.

Mitmachen ist einfach:

Download der App `iNaturalist classic´ – Benutzer-Account auf iNaturalist anlegen – Natur entdecken und fotografieren – Fotos, die während der Challenge in Mittelfranken aufgenommen wurden, mit der App hochgeladen. Dort bestätigt eine Online-Community von Naturforschern die Artenbestimmung.

Plattform iNaturalist: https://www.inaturalist.org/
City Nature Challenge: https://www.citynaturechallenge.org/
Werdet Mitglied in unserem Projekt: https://www.inaturalist.org/projects/cnc-2026-nuernberg-fuerth-erlangen/
Weitere Tipps zum Mitmachen: https://www.citynaturechallenge.at/mitmachen/tipps/

Jeder kann aktiv mithelfen. Wie das geht zeigt dieses Erklärvideo:

Online Einführung iNaturalist:

Am Donnerstag, den 16. April um 19:00 Uhr gibt es für Interessierte Naturbeobachter die Möglichkeit die Plattform iNaturalist online via Zoom näher kennenzulernen.
Mit dieser Einführung in die App bekommt man einen ersten Einblick:
https://fau.zoom-x.de/j/65450782414

Meeting-ID: 654 5078 2414

Veranstaltungen zu der City Nature Challenge in Nürnberg, Fürth und Erlangen

  1. 24.4.26, 11:00 Uhr: Evangelische Hochschule Nürnberg

    Entdeckertour mit iNaturalist
    Bärenschanzstraße 4,
    90429 Nürnberg
    Kontakt: katrin.valentin@evhn.de

  2. 24.4.26, 14:00 Uhr: Energie- & Umweltstation Nürnberg

    City Nature Challenge 2026: Artenvielfalt entdecken und dokumentieren
    Wöhrder Wiesenweg 45, 90402 Nürnberg
    Anmeldung: umweltstation@stadt.nuernberg.de

  3. 24.4.26, 14:30 Uhr: Lebensraum Burg, Nürnberg

    Vorstellung der City Nature Challenge 2026
    Affenfelsen, Am Ölberg, 90403 Nürnberg

  4. 24.4.26, 15:00 Uhr: Aromagarten, Erlangen

    Beobachtungsspaziergang zur City Nature Challenge im Aromagarten und im Schwabachtal
    An der Palmsanlage, 91054 Erlangen,
    Anmeldung: bg-fuehrungen@fau.de

  1. 25.4.26, 8:00 Uhr: LBV Landesbund für Vogelschutz, Erlangen:

    Gemeinsames Vogelbeobachten: Rundum das Tennenloher Wildpferdgehege
    Anmeldung: erlangen@lbv.de

    Treffpunkt vor Ort (8:30 Uhr): Parkplatz Wildpferde Tennenlohe https://maps.app.goo.gl/sr1Eb42SU6pvXoK6A

    Treffpunkt für Mitfahrgelegenheit (8:00 Uhr): Bahnhof Erlangen, Ausgang Großparkplatz Erlangen

  2. 25.4.26, 10:30 Uhr: Families for Future, Fürth

    Natur in Fürth erfassen – Gemeinsam für die CNC
    Flutbrücke, 90762 Fürth
    Kontakt: info@families4future.net

  3. 25.4.26, 13:30 Uhr: Naturhistorisches Museum Norishalle, Nürnberg

    Natur entdecken und dokumentieren: Die City Nature Challenge; Einführung mit anschließendem Beobachtungsspaziergang
    Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg

  4. 25.4.26, 14:30 Uhr: LBV Landesbund für Vogelschutz, Erlangen

    Natur entdecken und dokumentieren: Die CNC – Lebensraum Streuobswiese
    Streuobstwiese Spardorf, 91080 Spardorf, nördl. Jägervereinigung
    https://maps.google.com/?q=49.608797,11.048523

  1. 26.4.26, 14:00 Uhr: Naturhistorische Gesellschaft, Stein

    Natur entdecken und dokumentieren: Die City Nature Challenge
    Freiland-Aquarium und -Terrarium, Heuweg 16, 90547 Stein

  2. 26.4.26, 15:30 Uhr: Bionicum, Nürnberg

    Mission Artenvielfalt: Expedition im Tiergarten
    Am Tiergarten 30, 90480 Nürnberg,
    Anmeldung: info@bionium.de

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  1. 27.4.26, 11:00 Uhr: Evangelische Hochschule Nürnberg

    Entdeckertour mit iNaturalist
    Bärenschanzstraße 4,
    90429 Nürnberg
    Kontakt: katrin.valentin@evhn.de

Mit dabei in Nürnberg, Fürth und Erlangen:

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Botanischer Garten
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Greenoffice
Beyond Content
Bionicum Nürnberg
Energie- und Umweltstation Nürnberg
Evangelische Hochschule Nürnberg
Families for Future Fürth
Forum 1,5 Mittelfranken
Fridays for Future Erlangen
LBV Nürnberg, Fürth, Erlangen
Lebensraum Burg, Regierung von Mittelfranken
Mittelschule Baiersdorf
Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg
Naturschutzgemeinschaft Erlangen
Siemens Healthineers
Technische Universität Nürnberg
Technische Hochschule Nürnberg
Georg Simon Ohm Umweltstation Nürnberg
Tiergarten Nürnberg
Umweltbildung Stadt Erlangen
Umweltbildung Stadt Fürth

Die 2016 von der California Academy of Sciences und den Natural History Museums of Los Angeles County (NHMLAC) ins Leben gerufene „City Nature Challenge“ startete mit nur 1.000 Beobachtern in San Francisco und Los Angeles. 2025 brach die Challenge zahlreiche Rekorde: Über 100.000 engagierte Bürgerwissenschaftler weltweit sammelten mehr als 3,3 Millionen Beobachtungen aus 669 Städten in 62 Ländern. Seit ihrem Beginn hat die „City Nature Challenge“ über 7,13 Millionen Beobachtungen zur urbanen Biodiversität von mehr als 94.000 Arten erfasst und über 364.000 Menschen erreicht.

Im Jahr 2026 beteiligt sich erstmals das Städtedreieck Nürnberg, Fürth und Erlangen an der City Nature Challenge. Jede teilnehmende Region wird von einer lokalen Koordination begleitet, die die Aktivitäten vor Ort organisiert und vernetzt. Für Mittelfranken übernimmt diese Rolle der Botanische Garten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

In den vergangenen Jahren haben Beobachtungen im Rahmen der Challenge der Wissenschaft geholfen, Muster des Biodiversitätswandels auf globaler und lokaler Ebene zu erkennen. Diese Naturbeobachtungen liefern wertvolle Erkenntnisse, die Wissenschaft, Naturschutz und Politik bei fundierten Entscheidungen zum Ressourcenmanagement und Naturschutz unterstützen und so dazu beitragen, den Verlust der Biodiversität einzudämmen.

Die City Nature Challenge ist der umfangreichste jährliche Biodiversitäts-Census der Welt. 2025 haben während der CNC mehr als 100 000 Menschen mehr als 3 Millionen Beobachtungen beigetragen und dabei häufig neue Artvorkommen und Veränderungen von Verbreitungsgebieten öffentlich zugänglich gemacht. Wissenschaftler*innen verwenden Daten der CNC in ihre Veröffentlichungen und belegen damit die Effektivität von großskaligen Bürgerwissenschafts-Projekten. Die City Nature Challenge motiviert nicht nur während des Events neue Menschen zu Naturbeobachtungen, sie zeigt auch den Wert dieser Aktivität und inspiriert einige Teilnehmende dazu, das ganze Jahr über Naturbeobachter:innen zu werden.

Auch wenn gerade keine City Nature Challenge stattfindet sind Botanische Gärten immer an Naturbeobachtungen auf ihren Flächen interessiert. Tragen Sie Ihre Beobachtungen auch über iNaturalist bei! Über internationale Plattformen stehen diese Biodiversitäts-Daten weltweit für Forschung und Naturschutz zur Verfügung. Der BioBlitz verdeutlicht, wie digitale Plattformen, Bürgerwissenschaft und fachliche Expertise zusammenwirken können, um einen Beitrag zur globalen Biodiversitätsdatenbank (z. B. GBIF) zu leisten. So wichtig diese Daten an sich sind, so wichtig ist uns aber auch der Wissensaustausch bei einem solchen Ereignis und vor allem die Freude an der Natur, die man hier teilen kann.

Die Bürgerwissenschaftsportale eBird, iNaturalist und observation.org stellen zusammen etwa 2 Milliarden Verbreitungsdatensätze für die Nutzung in Wissenschaft und Naturschutz zur Verfügung. iNaturalist-Daten wurden in etwa 7000 Veröffentlichungen genutzt.