Ausstellung zur Vielfalt heimischer Pilz-Arten, Schwerpunkt Baum-Porlinge
1. – 4. Oktober 2026, Eingang zu den Gewächshäusern, 9:30–15:30 Uhr, Eintritt frei
Besonders eindrucksvoll zeigen die ausgestellten Baum-Porlinge, wie eng Pilze und Bäume miteinander verbunden sind. Manche Arten besiedeln bereits geschwächte oder alte Bäume, andere setzen ihre Entwicklung an abgestorbenem Holz fort. Als wichtige Holzzersetzer tragen sie dazu bei, die im Holz gebundenen Nährstoffe wieder in den natürlichen Kreislauf zurückzuführen. Dabei entstehen Fruchtkörper von erstaunlicher Formen- und Farbenvielfalt, die oft über viele Jahre am Baum zu beobachten sind.
Pilz-Führung durch Ausstellung und Botanischen Garten
Donnerstag, den 1. Oktober 2026 um 16:00 Uhr mit Diana Härpfer
Treffpunkt: Eingang zu den Gewächshäusern, Eintritt frei

Wie unterschiedlich diese Lebensweisen aussehen können, zeigen einige der in der Ausstellung vorgestellten Arten. Der Tropfende Schillerporling (Pseudoinonotus dryadeus) ist vor allem an alten Eichen zu finden. Besonders junge Fruchtkörper fallen durch zahlreiche Flüssigkeitstropfen auf ihrer Oberfläche auf, denen der Pilz seinen deutschen Namen verdankt. Mit zunehmendem Alter verändert sich sein Erscheinungsbild deutlich – ein Beispiel dafür, wie wandelbar Pilzfruchtkörper im Laufe ihrer Entwicklung sein können. Ganz anders präsentiert sich der Zunderschwamm (Fomes fomentarius) mit seinen großen, festen und häufig hufartig geformten Fruchtkörpern. Er wächst unter anderem an Buchen und Birken und begleitet den Menschen bereits seit Jahrtausenden. Seinen Namen verdankt er seiner früheren Nutzung: Aus dem Fruchtkörper wurde Zunder hergestellt, mit dessen Hilfe sich Feuer entfachen ließ. Auch der Birkenporling (Fomitopsis betulina) erzählt von der engen Beziehung zwischen Pilz und Baum. Er ist nahezu ausschließlich an Birken zu finden und bildet dort helle, konsolenförmige Fruchtkörper. Neben seiner ökologischen Rolle besitzt auch er eine lange kulturgeschichtliche Bedeutung: Selbst bei der rund 5.300 Jahre alten Gletschermumie „Ötzi“ wurden Stücke des Birkenporlings gefunden.
An diesen und weiteren Arten macht die Ausstellung sichtbar, dass Porlinge weit mehr sind als auffällige Gebilde an Baumstämmen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Waldökosysteme, übernehmen zentrale Aufgaben beim Abbau von Holz und erzählen zugleich von einer langen gemeinsamen Geschichte von Pilzen, Bäumen und Menschen.
Begleitend zur Ausstellung bietet das Pilzwochenende mehrere Veranstaltungen:
Einführung in die Welt der Pilze
Bestimmungs-Workshop mit Diana Härpfer
Samstag, den 3. Oktober 2026 um 9:30 Uhr
Kosten 12 €, Anmeldung unter bg-fuehrungen@fau.de
Pilz Exkursion in den Sebalder Reichswald – AUSGEBUCHT
Führung mit Diana Härpfer, am Sonntag, den 4. Oktober 2026, 9:30 Uhr
Kosten: 12 €, Anmeldung unter bg-fuehrungen@fau.de
