Schmarotzer und Parasiten: Pflanzen und ihre Beziehungen

Symbolbild zum Artikel. Der Link öffnet das Bild in einer großen Anzeige.

Führung mit Prof. Dr. Markus Albert
am Sonntag, 24. Juli 2022, 11:00 Uhr

Der Teufelszwirn (Cuscuta spp.) ist eine parasitäre Pflanze und vollständig abhängig von seinen Wirten. Er gehört zu den Schwerpunkten der Forschung von Prof. Dr. Markus Albert vom Lehrstuhl Molekulare Pflanzenphysiologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Am Sonntag, den 24. Juli erklärt er im Botanischen Garten unterhaltsam das komplexe und ausbeuterische Miteinander zwischen Schmarotzern und ihren pflanzlichen Wirten.

Die über 200 Arten der Gattung Cuscuta sind fast weltweit verbreitet. Sie besitzen weder Blätter, noch Wurzeln und kaum Blattgrün (Chlorophyll) , sondern zapfen mit speziellen Saugorganen (Haustorien) die Leitbündel der Wirtspflanzen an. Die befallenen Pflanzen werden durch den pflanzlichen `Vampir´ quasi ausgesaugt. Der Verlust von Wasser, Assimilaten und Nährstoffen führt meist zu einer starken Schädigung der Wirtspflanze. Daher gilt der Teufelszwirn als gefürchteter Schädling, zum Beispiel an Kartoffeln (Solanum tuberosum), Raps (Brassica Napus) und Getreide. Jedes Jahr verursachen Pflanzenparasiten weltweit geschätzte Ertragsverlust von bis zu 1 Milliarde US-Dollar.