Gemeinsam erfolgreich: Koevolution und Symbiosen

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Einzigartige Symbiosen und Wechselbeziehungen geben vielen Pflanzen und Tieren entscheidende Vorteile, die ihre Existenz sichern und zu den wichtigsten Erfolgsrezepten der Natur gehören. Heute ist der größte Teil der Biomasse durch symbiotische Systeme miteinander verknüpft. Im Botanischen Garten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg werden viele der oft verborgenen Lebensgemeinschaften erlebbar. Die Ausstellung `Gemeinsam erfolgreich: Koevolution und Symbiosen´ zeigt gegenseitige Abhängigkeiten in der Pflanzenwelt und erklärt die verschiedenen Vorteile die für die Partner entstehen. Oft profitieren die beteiligten Pflanzen und Tiere dabei unterschiedlich. Fast immer haben sie sich über einen langen Zeitraum aneinander angepasst und gemeinsam weiterentwickelt. Beeindruckend sind die Symbiosen zwischen Bäumen und Mykorrhiza-Pilzen: Die feinen Pilz-Myzele ummanteln die Pflanzenwurzeln und können so Mineralsalze und Wasser besser für die Pflanzen verfügbar machen. Im Austausch werden sie von den Bäumen mit Kohlehydraten versorgt. Im Arboretum des Botanischen Gartens lässt sich diese Lebensgemeinschaft besonders gut an der Fichte (Pice abies) beobachten, an deren Fuß im Herbst die Fruchtkörper des Fichten-Reizkers (Lactarius deterrimus) zu finden sind. In der Anlage zur Blütenökologie können Besucher die unterschiedlichen Formen der Blüten genauer untersuchen. Abgestimmt auf den spezifischen Bestäuber und seine Mundwerkzeuge hat sich hier eine große Formenvielfalt entwickelt. Diese Wechselbeziehungen werden auch als Bestäubungssymbiosen bezeichnet. Nicht immer geht es in den Partnerschaften fair zu: Der Teufelszwirn (Cuscuta) lebt beispielsweise parasitisch auf seiner Wirtspflanze.